Mit zunehmender Dringlichkeit der Klimakrise schließen sich immer mehr Menschen kollektiven Aktionen für den Klimaschutz an. Gleichzeitig sind diejenigen, die sich aktiv engagieren, oft zahlreichen Stressoren ausgesetzt, die in ihrer Summe zu Aktivismusburnout führen können. Dieser Artikel präsentiert eine quantitative Untersuchung von Aktivismusburnout im Umweltengagement. In zwei Querschnittsstudien (N = 268, N = 483) konnten wir zeigen, dass intensiveres Engagement (gemessen an den investierten Stunden) und Bezahlung für das Engagement positiv mit Aktivismusburnout assoziiert waren. Im Gegensatz hingen soziale Identifikation und persönliche Selbstwirksamkeit negativ mit Burnout zusammen und könnten als Schutzfaktoren fungieren. Darüber hinaus untersuchte unsere Studie weitere gesundheitsbezogene Variablen, die eine Grundlage für dieses junge Forschungsfeld bilden können. Abschließend diskutieren wir die Ergebnisse im Hinblick auf Strategien zur Stärkung von Resilienz innerhalb von Umweltbewegungen.