Zur Hauptnavigation springen Zum Inhalt springen Zur Fußzeile springen

Standardartikel (Forschungsartikel, Praxisbericht, Fallbericht)

2026

Wahrgenommene Sicherheit und Nutzung städtischer Grünflächen: Eine narrative Literaturübersicht

DOI
https://doi.org/10.69805/epo.v30.a41
Eingereicht
11. August 2025
Veröffentlicht
05.11.2026

Abstract

Mit der zunehmenden Evidenz für die gesundheitsfördernden Wirkungen städtischer Grünflächen gewinnt das Verständnis ihrer Nutzung und Nichtnutzung an Bedeutung. Die wahrgenommene Sicherheit wird häufig als entscheidender Faktor genannt, der die Inanspruchnahme städtischer Grünflächen beeinflusst. Die zugrunde liegende Beziehung ist jedoch komplex und weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Debatten, was eine vertiefende Auseinandersetzung erforderlich macht. Zur Untersuchung dieses Zusammenhangs führten wir eine narrative Übersichtsarbeit durch, in der wir analysierten, wie in diesem Forschungsfeld gearbeitet wurde und welche Erkenntnisse die Studien lieferten. Basierend auf systematischen Recherchen in PsycINFO (Ovid) und Sociological Abstracts (ProQuest) wurden 18 Studien einbezogen, die zwischen 2006 und 2022 veröffentlicht wurden. Die Übersicht gibt einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und zeigt, dass der Einfluss der Sicherheitswahrnehmung auf die Nutzung städtischer Grünflächen differenzierter ist, als häufig angenommen wird. Die Komplexität des Zusammenhangs sowie bestehende Herausforderungen und Forschungslücken - etwa hinsichtlich uneinheitlicher Konzeptualisierungen und Messungen zentraler Variablen - erschweren es, generalisierbare Schlussfolgerungen zu ziehen. Pauschale Maßnahmen zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsempfindens erscheinen daher wenig zielführend. Stattdessen unterstreichen die Befunde die Notwendigkeit kontextspezifischer, differenzierter Ansätze, die die jeweiligen Rahmenbedingungen der Nutzung städtischer Grünflächen berücksichtigen. Um die zugrunde liegenden Mechanismen dieser Zusammenhänge besser zu verstehen, bedarf es weiterhin qualitativ hochwertiger Forschung.