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Standardartikel (Forschungsartikel, Praxisbericht, Fallbericht)

2026

Ein experimenteller Ansatz zur Untersuchung der Auswirkungen der drei Umweltwissensformen auf ernährungsbezogene Verhaltensabsichten und -entscheidungen

DOI
https://doi.org/10.69805/epo.v30.a34
Eingereicht
19. Mai 2025
Veröffentlicht
24.02.2026

Abstract

Wirksame Umweltbildung erfordert die Identifizierung relevanter Lerninhalte. Korrelationsergebnisse weisen darauf hin, dass verschiedene Umweltwissensformen Verhalten unterschiedlich beeinflussen. Wir haben dies experimentell untersucht, indem N = 304 Universitätsstudierende fünf Textbedingungen zugewiesen wurden, in denen das folgende Wissen vermittelt wurde: (1) ein moderates Maß an Systemwissen, (2) ein moderates Maß an System- und Handlungswissen, (3) ein moderates Maß an System-, Handlungs- und Wirksamkeitswissen, (4) ein hohes Maß an Systemwissen und (5) umweltunbezogenes Wissen. Nach dieser Leseintervention erfassten wir die Intention der Teilnehmenden, tierische Produkte zu konsumieren (operationalisiert über einen CO2-Emissioswert in kg), und ihr tatsächliches Konsumverhalten (d.h., die Wahl zwischen Gutscheinen für vegane, Käse-, Hühner- oder Rindfleischsandwiches und zwischen veganer oder Milchschokolade). Als Kovariaten dienten der Konsum tierischer Produkte vor der Intervention und die Affinität der Teilnehmenden zu tierischen Produkten. Für die Wahl von Sandwich und Schokolade zeigten sich keine statistischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Umweltwissensformen. Im Vergleich zur umweltunbezogenen Wissensbedingung war die Konsumintention bei Teilnehmenden in der System-, Handlungs- und Wirksamkeitswissensbedingung (adj. Cohen‘s d = 0.52, 95% CI [0.16, 0.87]) sowie in der Bedingung mit einem hohen Maß an Systemwissen (adj. Cohen‘s d = 0.59, 95% CI [0.23, 0.85]) geringer. Der Bedarf an weiteren experimentellen Ansätzen in der Umweltwissensforschung wird diskutiert.