Zivilgesellschaftliches Engagement für den Klimaschutz stößt kollektive Prozesse an, um strukturelle Veränderungen zur Eindämmung des Klimawandels zu erreichen. Nach unserem Kenntnisstand gibt es keine validierte Skala zum zivilgesellschaftlichen Engagement von Schüler:innen für den Klimaschutz. Ziel dieser Studie ist es, die psychometrischen Eigenschaften einer neuen Skala zu untersuchen. Anhand von Baseline-Daten der Public Climate School Studie 2023 wurden die Item-Eigenschaften und Faktorstruktur einer 8-Item-Skala analysiert. Insgesamt nahmen N = 360 Schüler:innen (MAlter = 14 Jahre, SD = 1.19, 49% weiblich) aus sieben Schulen in Deutschland an der Messung teil. Korrelationsanalysen wurden mit theoriegeleiteten Maßen durchgeführt, darunter individuelles Konsumverhalten zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks, Ausüben von sozialem Einfluss, wahrgenommenes Wissen über Engagement-Optionen, Risikowahrnehmung, Selbst- und kollektive Wirksamkeitsüberzeugungen, Ingroup-Identifikation und Ingroup-Normen. Alle Items der Skala zum zivilgesellschaftlichen Engagement wiesen rechtsschiefe Verteilungen auf. Die explorative Faktorenanalyse wies auf die Eindimensionalität des Konstrukts hin. Die Skala zeigte eine gute Reliabilität (McDonald's ω = .86) und unterschied sich von anderen klimaschützenden Verhaltensweisen. Die Assoziationen des zivilgesellschaftlichen Engagements mit verwandten Variablen stimmten mit theoretischen Erwartungen überein. Die Ergebnisse deuten hin auf die Anwendbarkeit der Skala zur Messung der Tendenz für zivilgesellschaftliches Engagement für den Klimaschutz und sprechen für eine Replikation in Schulkontexten anderer Länder.